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Einleitung

Dieser Text ging als Mail geht an alle deutschen Bridgespieler, deren Adressen ich finden konnte. Es ist eine einmalige Aktion.

Ich schrieb diese Mail, um über einen bestimmten Missstand im Deutschen Bridgeverband (DBV) zu informieren, den die deutschen Bridgespieler meiner Meinung nach nicht einfach hinnehmen sollten. Es muss etwas geschehen. Hier das wichtigste in Kürze:

Herr Dr. Michael Elinescu und Herr Dr. Entscho Wladow wurden von der Disziplinarkommission der World Bridge Federation (WBF) am 23. März für 10 Jahre gesperrt, als Paar sogar lebenslänglich. Diese Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig, da die beiden Herren Berufung eingelegt haben.

Grund für die Sperre war, dass diese Partnerschaft bei der Senioren-Weltmeisterschaft im September 2013 in Bali illegale Kommunikationsmethoden verwendet hatte: sie verständigten sich während des Spiels durch Hust-Signale.

Zwar war der DBV auch angeklagt, aber die Disziplinarkommission hatte schnell klargemacht, dass dies nicht eine Schuld des DBV impliziere, sondern nur aus formalen Gründen geschehen sei: Der DBV sei für seine Nationalspieler verantwortlich, und es sollte dem DBV auf diese Weise Gelegenheit gegeben werden, am Verfahren teilzunehmen. Kein Wort des Vorwurfs wurde an die Adresse der anderen Mitglieder des deutschen Teams gerichtet.

Insofern hätte der DBV das Verfahren nur beobachten müssen - die beiden Beschuldigten konnten sich problemlos selbst verteidigen. So wäre jeder Anschein der Kumpanei vermieden worden. Tatsächlich hat aber der DBV, vertreten durch seinen Präsidenten, Herrn Wenning, …

Was die Information über diese Vorgänge angeht, so hätte der DBV zeitnah sowohl im Internet als auch im Bridgemagazin berichten müssen. Eine kurze Information zu den Tatsachen hätte gereicht. Stattdessen hat Herr Wenning...

Das DBV-Präsidium hat sechs Mitglieder, die alle Präsident oder Vizepräsidenten sind. Stellungnahmen des DBV, insbesondere auch gegenüber der Presse, hätten nur von solchen Präsidiumsmitgliedern abgegeben werden dürfen, die in der Angelegenheit nicht befangen waren. Bei Abstimmungen im Präsidium hätten sich die befangenen Präsidiumsmitglieder nicht beteiligen dürfen. Dies ist in keiner Weise geschehen, ganz im Gegenteil hat Herr Wenning fast alles in die Hand genommen, und gerade die nicht befangenen Präsidiumsmitglieder sind überhaupt nicht in Erscheinung getreten.

Befangene Präsidiumsmitglieder waren:

Ich habe diese Dokumentation zusammengestellt, die Links auf alle zur Verfügung stehenden Materialien beinhaltet. Dazu gehört auch die von mir selbst erstellte deutsche Übersetzung des Protokolls des Verfahrens der WBF-Disziplinarkomission. Die Einlassungen des DBV habe ich zusätzlich kommentiert, wobei meine persönliche Meinung zu dem Gesagten zum Ausdruck kommt. Nutzen Sie diese Dokumente und Kommentare, wenn Sie sich näher über den Sachverhalt informieren wollen. In der Dokumentation erscheint der Inhalt dieser Mail als “Einleitung”; diese können Sie also überspringen.

Die Dokumentation wird erweitert, wenn es neues zu berichten gibt. Wenn Sie auf dem laufenden bleiben wollen, dann bestellen Sie meinen Newsletter.

Nachdem ich dieses schrieb, ist bereits etwas neues passiert, nämlich ein “Offener Brief” hat versehentlich den Weg in die Öffentlichkeit gefunden. Ich empfehle diesen, und meinen Kommentar dazu Ihrer besonderen Aufmerksamkeit.

Meine Konsequenz aus dem Verhalten des DBV in dieser Angelegenheit ist:

Ich rufe zur Abwahl der derzeitigen Mitglieder des DBV-Präsidiums auf!

Wenn dies gelingt, dann ist die Reputation des deutschen Bridge im In- und vor allem im Ausland ein Stück weit wiederhergestellt. Es besteht außerdem die Hoffnung, dass die Nachfolger weniger selbstherrlich und intransparent agieren, und im Bridgemagazin vielleicht auch gelegentlich DBV-kritische Beiträge möglich sind, was in den 24 Jahren, in denen ich das Bridgemagazin bzw. seinen Vorgänger gelesen habe, kaum je der Fall war.

Wenn Sie diese Forderung unterstützen möchten, gibt es folgendes zu tun:

Sobald sich für jedes Amt mindestens ein Kandidat gemeldet hat, werde ich per Newsletter darüber informieren. Wenn dann eine außerordentliche Mitgliederversammlung zustande kommt (sie muss von einem Viertel der Vereine beantragt werden), ist es sehr wahrscheinlich, dass die neuen Kandidaten auch gewählt werden. Jeder Club kann Einfluss auf die Wahl nehmen, indem er entweder einen Vertreter zu der Mitgliederversammlung entsendet, oder seinen Landesvorsitzenden oder eine Vorsitzenden eines Nachbarclubs beauftragt, für die vom Club ausgesuchten Kandidaten zu stimmen.

Karl Junk